Stand: 2011
 
 
Die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft (LWG )
 
Ziele der ,,Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg"

Sie will im Anschluss an die große Tradition österreichischer Stifte das liturgiehistorisch bedeutsame Stift Klosterneuburg im Geiste Pius Parschs wieder neu in der theologischen Landschaft der Kirche positionieren und für Liturgie, Spiritualität und Theologie wirksam werden lassen. Dieses Projekt dient der besonderen Vernetzung der österreichischen Liturgiewissenschaft und der Zusammenarbeit der liturgiewissenschaftlichen Lehrstühle der Kath.-Theol. Fakultäten der Universitäten in Europa. Das erfordert nicht unbedeutende finanzielle Mittel für wissenschaftliche Fachleute, Gastprofessoren und Mitarbeiter, Referentenhonorare, liturgiewissenschaftliche Forschungsprojekte, Symposien und Bildungsveranstaltungen, Druckkosten für Publikationen, Büroarbeit, etc... Die Mittelaufbringung ist daher ebenfalls ein konkreter Aufgabenbereich innerhalb der Gesellschaft.

 
Geschichte der "Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg"

Das Stift Klosterneuburg war in der jüngeren Geschichte durch den großen Chorherren Dr. Pius Parsch (1884–1954) führend an der Vorbereitung der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils beteiligt. Mit der von ihm gegründeten weltweiten „Volksliturgischen Bewegung“ und der liturgischen Modellgemeinde St. Gertrud, sowie mit seinen zahlreichen in allen europäischen Sprachen (aber auch Chinesisch, Japanisch und Swaheli) übersetzten liturgiewissenschaftlichen Werken bereitete er maßgeblich die heutige volksnahe Form des muttersprachlichen Gottesdienstes vor.

2004 noch als Kardinal schrieb Papst Benedikt XVI.: „Man macht sich heute kaum noch eine Vorstellung von der Bedeutung, die die Werke von Pius Parsch in den 20er bis 40er Jahren hatten: sie hatten entscheidend das Bewusstsein der Weltkirche geformt.“ Stadt und Stift Klosterneuburg wurden durch Pius Parsch international bekannt. Daraus erwächst der historische Auftrag, auch weiterhin in Klosterneuburg als liturgisches Zentrum den Gottesdienst der Kirche in Wissenschaft und Praxis im Geist des Konzils zu fördern, mit Impulsen lebendig zu halten und zu vertiefen. Aus diesem Grunde hat Abt-Primas Propst Bernhard Backovsky CanReg mit seinem Mitbruder Prof. Dr. habil. Andreas Redtenbacher im Jahr 2004 die „Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg“ gegründet. Mit Bildungsvorträgen, Buchpublikationen und liturgiewissenschaftlichen Forschungstätigkeiten konnte sie bisher zahlreiche Initiativen setzen.

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